Rückenwind für die Zukunft der Demokratie und gegen soziale Spaltung
Sieben herausragende Theaterprojekte in Rottenburg, Offenburg, Rottweil, Freiburg, Schorndorf und Stuttgart erhalten jetzt eine besondere Förderung vom Land, darunter auch das Rottweiler Zimmertheater, das 39.000 Euro für das Projekt „Start up – Fuck ab“ bekommt. Insgesamt stärkt das Land die kreative Arbeit der baden-württembergischen Privattheater mit Projektförderungen in Höhe von insgesamt rund 243.000 Euro.
„Unsere Privattheater bewegen mit ihren Stücken viele Menschen – es geht darin um soziale Spaltung oder die Zukunft unserer Demokratie. Und dafür verleihen wir ihnen Rückenwind. Denn eine solche Theaterlandschaft stärkt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die öffentliche Debatte. Diese Stücke unterhalten nicht nur, sondern lösen Diskussionen aus. Ich freue mich auf jedes einzelne Bühnenabenteuer in diesen Theatern.“ Das Ministerium unterstützt so Projekte, die ohne Hilfe nicht entstehen könnten. Viele Theater kämpfen mit steigenden Kosten. Deshalb hat das Land die maximale Fördersumme pro Projekt bereits 2024 auf bis zu 40.000 Euro erhöht. Eine Jury wählt die Projekte jedes Jahr aus.
Das freut auch den frischgebackenen grünen Landtagsabgeordneten Artur Eichin (Rottweil): „Wir brauchen gerade in diesen Zeiten, wo die Demokratie von rechts bekämpft wird, die Förderung solcher Theaterprojekte. Besonders freut es mich, dass das Rottweiler Zimmertheater unterstützt wird, das sich seit Jahren erfolgreich gegen den Rechtsruck stemmt und dafür auch schon von der AfD heftig angegriffen wurde.“ Und Sonja Rajsp-Lauer, Sprecherin der Rottweiler Grünen, ergänzt: „Kulturförderung ist essentiell für die Vielfalt unserer Gesellschaft. Theater, Musik und Kunst sind hier Vorreiter und unerlässlich. Was würden wir tun ohne sie?“ Das Stück des Zimmertheaters mit dem Arbeitstitel „Start up – Fuck ab“ verlässt die ausgetretenen Pfade einer stereotypen und oft pauschalen Kapitalismuskritik und konzentriert sich auf konkrete gesellschaftliche Verhältnisse in Deutschland und Europa mit besonderem Fokus auf die Wirtschaft.

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