Dafür haben wir lange gekämpft!

Die Delegierten der Grünen v.l.: Bünyamin Toy, Anne Pahlke, Rolf Schakurski, Christiane Bondzio, Thuy Nga Trinh, Christian Müller, Sonja Rajsp-Lauer, Franz Niebel, Artur Eichin, Thomas Madlener, Ingeborg Gekle-Maier und Sprecher Thomas Busch. Foto: Moni Marcel
Die gewählten Delegierten v.l.: Bünyamin Toy, Anne Pahlke, Rolf Schakurski, Christiane Bondzio, Thuy Nga Trinh, Christian Müller, Sonja Rajsp-Lauer, Franz Niebel, Artur Eichin, Thomas Madlener, Ingeborg Gekle-Maier und Sprecher Thomas Busch. Foto: Moni Marcel

Zu einem „historischen Treffen“ begrüßte Sonja Rajsp-Lauer, Sprecherin der Grünen im Kreis Rottweil, die zahlreichen Anwesenden bei der Kreismitgliederversammlung in Aichhalden. Historisch deshalb, weil die Grünen mit Artur Eichin erstmals einen eigenen Abgeordneten im Landtag haben. „Dafür haben wir lange gekämpft“, so Rajsp-Lauer.

Sie blickte zurück auf den Wahlkampf, bei dem junge Menschen bei „Pizza und Politik“ mit den Grünen diskutierten, auf einen Besuch im Landtag, auf Veranstaltungen mit Michael Joukov, einem ausgewiesenen Fachmann in Sachen Gäubahn, mit Marcel Emmerich zur inneren Sicherheit und mit der Fachstelle Mobirex aus Freiburg, die dabei hilft, gegen rechte Parolen und auch Gewalt vorzugehen. “Schwäbisch vom Feinschda“ gabs mit Johannes Kretschmann und  Hanna Stauss, den Neujahrsempfang bereicherte die Abgeordnete Chantal Kopf mit vielen Infos zur Wirtschaft in der Region und in Europa.

Den Höhepunkt des Wahlkampfs bildete klar der Abend mit Cem Özdemir in der Rottweiler Stadthalle mit 700 Besuchern, einer mitreißenden Rede und tollen Gesprächen nach Ende des offiziellen Teils bei Häppchen und Getränken im Foyer, auch mit den Beleghebammen der Rottweiler Helios-Klinik, die vom Ministerpräsidentenkandidaten viel Unterstützung bekamen.

Und dann war da noch Franziska Brantner, die am Fasnetsdienstag im „Schwarzen Lamm“, einer außergewöhnlichen Besenwirtschaft, die Gäste und Narren an der Theke mit Sekt und Schorle versorgte, zusammen mit Artur Eichin und Sonja Rajsp-Lauer. Die dann auf die Wahlparty zurückschaute: Im Vorfeld hatte man beschlossen zu feiern, egal, wie das Ergebnis ausfallen würde. Und als dann die ersten Hochrechnungen kamen, war der Jubel riesig – „wir hatten am Ende 22 Flaschen Sekt auf der Rechnung!“

Artur Eichin, der frisch gewählte Landtagsabgeordnete, berichtete aus Stuttgart über die ersten Eindrücke der Regierungsbildung. Dabei wurde deutlich, dass auch die CDU früh ihre Ansprüche auf zentrale Positionen formuliert hatte. Gleichzeitig verwies Eichin darauf, dass die Grünen im Zuge der Koalitionsverhandlungen wichtige Ressorts neu ordnen mussten: So gehen das Verkehrs- und das Kultusministerium sowie das Amt der Landtagspräsidentin an den Koalitionspartner, während die Grünen weiterhin das Finanzministerium verantworten und zusätzlich das Ministerium für Bauen und Wohnen übernehmen.

„Gerade im Finanzbereich tragen wir eine besondere Verantwortung für einen soliden und nachhaltigen Haushalt“, so Eichin. Der Verzicht auf das Kultusministerium falle nicht leicht, da dort in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte angestoßen worden seien.

„Wir übernehmen Verantwortung in einer Zeit, die von großen Umbrüchen geprägt ist. Umso wichtiger ist es, mit Augenmaß und klaren Prioritäten zu handeln“, betonte Eichin. Abschließend griff er ein Zitat von Cem Özdemir auf: „Man sollte sich nicht schuldig fühlen, weil man eine Wahl gewonnen hat“.

Im Anschluss wurden viele Ideen zusammengetragen, die der Kreisverband nun, mit eigenem Abgeordneten, umsetzen möchte. Vor allem dessen Präsenz im Kreis wurde hervorgehoben, die Gespräche mit Gewerkschaften, Arbeitern, jungen Menschen, um deutlich zu machen, dass die Grünen für die Leute da sind. Und das im ganzen Landkreis, egal ob bei Dorfspaziergängen, gemeinsamen Wanderungen oder Radtouren wie am 23. Mai in und um Sulz, aber auch bei Filmvorführungen im Subiaco in Schramberg mit anschließenden Diskussionen.

Die Versammlung wählte dann die Delegierten für die kommenden Landes- und Bundesdelegiertenkonferenzen sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen. Abschließend berichtete Thomas Busch, Sprecher der Kreisgrünen, von den Veränderungen in der Struktur der Partei, die klarer werden sollen und so zu effizienteren Entscheidungen führen sollen. Dazu gehört auch eine Höchstzahl von Anträgen bei den Parteitagen und ein Vielfalts-Monitoring, worüber im Juni bei einer Urabstimmung entschieden wird.

Ingeborg Gekle-Maier lud zum Rundgang über die Landesgartenschau am 30. April ein, für die es noch Plätze gibt. Anmelden kann man sich dafür bei der Kreisgeschäftsstelle. Und Sonja Rajsp-Lauer wies auf die geplanten Partnerschaften mit Kreisverbänden im Osten hin, um dort die Grünen zu unterstützen.

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