Artur Eichin: Impulse für die Region
Mit dem Wettbewerb „Turmwärts – Hoch hinaus mit neuen Ideen“ fördert das Land kreative Ideen für die Nachnutzung von alten Trafotürmen. Zu den Gewinnern gehören
das Projekt „Zwischen Ruine und Strom – Kunst gestaltet Lebensraum“ in Sulz am Neckar und
das Projekt „Turmwärts Rötenberg – vom Trafohäuschen zum Artenschutz- und Begegnungsturm“ in Aichhalden-Rötenberg.
„Viele Trafotürme sind prägende Bauwerke unserer Dörfer und erzählen ein Stück Technik- und Regionalgeschichte. Mit dem Wettbewerb „Turmwärts“ geben wir engagierten Menschen die Möglichkeit, diese besonderen Gebäude in ihrer baulichen Gestalt zu erhalten und ihnen eine neue Funktion zu geben. Die ausgewählten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie aus ehemaligen Infrastrukturbauten lebendige Orte für Gemeinschaft und Kreativität entstehen können. Gerade im Ländlichen Raum sind solche Projekte wichtige Impulse für bürgerschaftliches Engagement und lokale Identität“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag anlässlich der Bekanntgabe der Gewinnerprojekte des Wettbewerbs.
Auch unser GRÜNER Landtagsabgeordnete Artur Eichin begrüßt die Entscheidung des Landes: „Ich freue mich sehr, dass gleich zwei Projekte aus unserem Landkreis Rottweil gefördert werden. Das zeigt, wie viel Engagement, Kreativität und Ideenreichtum in unseren Gemeinden steckt.“ Gerade solche Projekte verbinden Geschichte mit Zukunft und schaffen neue Orte für Begegnung, Natur- und Artenschutz sowie kulturelles Leben, sagt der Abgeordnete. „Ich bin gespannt, wie die Vorhaben vor Ort umgesetzt werden und welche Impulse daraus für die Region entstehen.“
In Sulz übernimmt die Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur – das Kulturlabor – das Projekt im Trafoturm. In Rötenberg wird die Gemeinde selbst aktiv, sie hat im Vorfeld Ideen der Bürger eingesammelt, zu denen Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, eine Mikro-Begegnungsstätte, aber auch ein Storchennest auf dem historischen Türmle gehörten. Im Herbst soll hier schon die Einweihung stattfinden.
Vielfältige Ideen für historische Bauwerke
Trafotürme, auch Turmstationen genannt, waren über viele Jahrzehnte zentrale Bestandteile der Stromversorgung in Dörfern und Gemeinden. Mit der technischen Entwicklung haben viele dieser Bauwerke in den vergangenen Jahren ihre ursprüngliche Funktion verloren. Dennoch prägen viele solcher Türme aber weiterhin das Ortsbild und sind wichtige Zeugnisse der Energiegeschichte. „Die im Rahmen des Wettbewerbs prämierten Projekte geben den oftmals leerstehenden und ungenutzten Türmen eine sinnvolle und innovative Nachnutzung. Diese reichen von kleinen Kultur- und Ausstellungsorten und Treffpunkten für Dorfgemeinschaften bis hin zu Lern- und Erlebnisorten rund um Themen wie Umwelt und Energie oder die regionale Geschichte. Viele Projekte verbinden den Erhalt der historischen Bausubstanz mit neuen sozialen, kulturellen und touristischen Funktionen. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen, wie viel Kreativität und Tatkraft in unseren Gemeinden und Dorfgemeinschaften steckt“, betonte Minister Hauk.
Die neun Gewinnerprojekte wurden aus insgesamt 13 eingereichten Bewerbungen ausgewählt und erhalten jeweils bis zu 30.000 Euro Förderung. Ausschlaggebend hierbei waren unter anderem der Beitrag zum Gemeinwohl und zum ehrenamtlichen Engagement, der Innovationsgehalt sowie die Übertragbarkeit der Ideen. Darüber hinaus sprach eine Fachjury Qualifizierungsempfehlungen aus, welche die weitere Umsetzung der Projekte unterstützen sollen. Die Projekte erhalten eine Förderung von insgesamt rund 200.000 Euro. Bewerben konnten sich Kommunen, Vereine, Initiativen und weitere zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Ländlichen Raum Baden-Württembergs.
Impulse für lebendige Orte im Ländlichen Raum
Die ausgezeichneten Projekte stehen beispielhaft dafür, wie ortsbildprägende Bauwerke erhalten und mit neuen Funktionen belebt werden können. Sie stärken regionale Identität und setzen Impulse für die Weiterentwicklung ländlicher Dörfer und Gemeinden. Mit ihren innovativen Ansätzen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Lebensqualität und Attraktivität des Ländlichen Raums. „Oft sind es gerade solche besonderen Orte, die Menschen zusammenbringen und neue Ideen entstehen lassen. Die Trafotürme im Land sind sichtbare Landmarken – und mit den ausgezeichneten Projekten werden sie nun auch zu Orten der Begegnung, des Austauschs und des Engagements“, so Minister Hauk abschließend.

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