Thomas Madlener beim IM/PULS – Forum der Zukunft
Thomas Madlener, Familienvater und Unternehmensberater aus Rottweil, war vor Kurzem in Berlin beim IM/PULS, dem Forum der Zukunft der GRÜNEN, wo er den Kreisverband Rottweil vertrat. Und der 59-Jährige zeigt sich beeindruckt vom schonungslosen Blick auf die heutige Gesellschaft. „Als Familienvater einer 13-jährigen Tochter liegt mir die Zukunft der nachfolgenden Generationen sehr am Herzen. Die derzeitige politische Weltlage sowie die augenblickliche innenpolitische Lage sind leider sehr beunruhigend. Meine Generation hat es noch in der Hand, unter welchen Bedingungen die nachfolgenden Generationen in Zukunft leben werden. Nach Berlin bin ich gefahren, weil mir das eigens auferlegte selbstkritische Format der GRÜNEN sofort zugesagt hat.“
Zu der Veranstaltung im Smartvillage in Neukölln waren nämlich auch Nicht-Partei-Mitglieder eingeladen, die mit ihren Reden und Beiträgen die bisherige Arbeit der Grünen teilweise kritisch hinterfragten, und das ergab, so Madlener „einen schonungslosen Blick aus verschiedenen Perspektiven auf unsere heutige Gesellschaft. Letztlich können nur auf diesem Wege innovative Ideen und eine Neuausrichtung entstehen.“
Zu den Sprecher*innen gehörten unter anderem Michel Friedman, Frauke Brosius-Gersdorf, der Soziologe Armin Nassehi, die Moderatorin Lilian Böhme (Klartext mit Lilly), der Bundeswehroffizier Marcel Bohnert, die Autorin Anne Dittmann, der Musiker Johannes Deckenbach, die Schauspielerin Jacky Feldmann, der Aktivist und Autor Raùl Krauthausen und der Ökonom und DIW-Chef Marcel Fratzscher.
Thomas Madlener zeigt sich begeistert: „Tolle Speaker und Themen, die einerseits zum Nachdenken, aber auch zu neuen Ideen führten. Moderne Diskussionsrunden wie zum Beispiel im FishBowl-Format waren sehr aufschlussreich. Ich denke, die Neuausrichtung der Partei wird gelingen. Es wird wichtiger denn je, die Demokratie zu verteidigen.“
Im FishBowl-Format wurde auch das Thema „Echte Männer – wie funktioniert Radikalisierung im Internet?“ diskutiert: Auf vier Stühlen saßen dabei drei Experten, auf den vierten konnte sich jeder setzen und mitdiskutieren. „Das machten junge Frauen wie auch ältere Männer. Und es war total spannend!“
Was Madlener auch begeisterte, war der Bericht der Bürgermeisterin einer Stadt, in der Kneipen und Geschäfte zugemacht hatten – ähnlich wie in Rottweil. Und wo sie dann mit Genossenschaften wiederbelebt wurden, Orte der Begegnung geschaffen wurden. „Das hat mich beeindruckt, diese Idee, dass wir gemeinsam was schaffen können. So bin ich mit sehr viel Zuversicht und neuen Impulsen aus Berlin abgereist.“
Fotos: Thomas Madlener, Text: Moni Marcel



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