Artur Eichin: Funktionierende Infrastruktur stärkt den Wirtschaftsstandort
Das Land investiert 2026 so viel wie noch nie in den Erhalt von Straßen und Brücken. Mehr als 310 weitere Projekte können starten. Insgesamt fließen voraussichtlich rund 500 Millionen Euro in laufende und neue Maßnahmen. Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte zur Vorstellung des Sanierungsprogramms 2026: „Wir investieren sehr viel in den Erhalt unserer Infrastruktur. Das ist dringlich und wichtig, weil viele Bauwerke alt sind, stark belastet wurden und wir ihre Substanz sichern müssen. Wir setzen die Mittel gezielt dort ein, wo es objektiv zuerst notwendig ist. Auch nach 15 Jahren Sanierungsoffensive bleibt Erhalt vor Aus- und Neubau unsere Handlungsmaxime im Straßenbau.“
Artur Eichin, der Rottweiler Landtagsabgeordnete der Grünen, ergänzte: „Eine funktionierende Infrastruktur ist für unsere Gesellschaft unabdingbar und ein zentraler Faktor für einen starken Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Gerade im ländlichen Raum sind gut erhaltene Straßen, sichere Brücken und verlässliche Verkehrswege entscheidend. Deshalb ist es richtig, dass wir den Fokus klar auf den Erhalt und die Sanierung bestehender Infrastruktur legen. Es geht darum, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen und vorhandene Strukturen nachhaltig zu sichern, statt immer neu zu bauen. Gleichzeitig müssen wir unsere Verkehrswege so weiterentwickeln, dass sie den Anforderungen einer modernen, klimafreundlichen Mobilität gerecht werden.“ Saniert und erhalten werden vor allem schadhafte Brücken, Fahrbahnen, Stütz- und Lärmschutzwände sowie Radwege. Hinzu kommen Hang- und Felssicherungen.
Sanierungsbedarf steigt
„In den kommenden Jahren müssen wir deutlich mehr Bauwerke und Straßen sanieren. Viele kommen aufgrund ihres Alters und weil sie über Jahrzehnte weit über die erwarten Maße belastet wurden in die Sanierungsphase. Mehr Verkehr und vor allem viele und schwerere Lastwagen haben ihre Spuren und Risse hinterlassen. Das ist eine gewaltige Aufgabe. Wir nutzen dafür auch Mittel aus dem Sondervermögen. So können wir wichtige Projekte vor allem im Landesstraßennetz starten“, sagte der Minister. Für Bundesstraßen werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 254 Millionen Euro eingesetzt. In den Erhalt der Landesstraßen fließen nach aktuellem Stand rund 236 Millionen Euro. In beiden Bereichen werden auch Mittel aus dem Sondervermögen genutzt.
Das Sanierungsprogramm 2026 umfasst vor allem Projekte zur Erhaltung von Bauwerken und zur Erneuerung von Fahrbahndecken.
Landesweit ist geplant, dass dieses Jahr 14 Brücken ersatzweise neu gebaut, verstärkt oder saniert, mehr als 180 Bauwerke instandgesetzt und Fahrbahndecken auf knapp 450 Kilometern erneuert werden. Davon profitiert auch der Kreis Rottweil: hier werden die Fahrbahndecken zwischen Tennenbronn und Schramberg, in der Ortsdurchfahrt Dornhan, zwischen Waldmössingen und Beffendorf, zwischen Fluorn und Rötenberg sowie der Kreisverkehr bei Bochingen erneuert. Zudem wird eine Geh- und Radwegbrücke saniert und in den Sommerferien ist die B 14/B27 zwischen der Nordumgehung und dem Hornbach-Kreisel dran, hier wird auch die Brücke über der Hausener Straße saniert. Die Bauarbeiten beginnen im Juli 2026 und dauern voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien. Die Kosten betragen hier rund 2,5 Millionen Euro. Zudem wird ein Hang bei Schramberg gesichert.
Bereits 2025 fast 400 Millionen Euro für Sanierung
2025 wurden rund 213 Millionen Euro in Bundesstraßen investiert. Dabei wurden rund 145 Kilometer Fahrbahnen und mehr als 80 Bauwerke saniert. In den Erhalt der Landesstraßen flossen rund 170 Millionen Euro. Damit wurden gut 200 Kilometer Fahrbahnen und mehr als 90 Bauwerke erneuert. Das Sanierungsprogramm 2026 steht sinnbildlich für die Schwerpunktsetzung des Ministeriums für Verkehr auf Erhaltung der bestehenden Infrastruktur. Die Investitionen sichern die Qualität der Straßen und sorgen für einen verlässlichen Verkehr im Land.

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