Wie schnell es vor unsrer Haustüre brennen kann

MdL Artur Eichin im Gespräch mit Rettungskräften beim Waldbrand bei Schramberg

Rottweils GRÜNEN-Abgeordneter Artur Eichin hat sich direkt vor Ort in Schramberg ein Bild von der aktuellen Lage gemacht. Nach einem Gespräch mit Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Infos der Einsatzleitung stellt er fest:

„In Schramberg sehen wir, wie schnell es auch vor unserer Haustür brennen kann. Das Feuer breitete sich in steiler Hanglage rasant schnell aus und der Brandherd war schwer erreichbar. Jetzt wird das Feuer langsam unter Kontrolle gebracht, aber es drohen Hangrutsche durch Regen und die Löscharbeiten.“

Beeindruckt ist Eichin von der sehr guten Organisation, dem unermüdlichen Einsatz und die große Unterstützung aus den umliegenden Gemeinden und Landkreisen. „Ich danke allen Feuerwehrleuten, Rettungskräften und Landwirten für ihren Einsatz gegen die Flammen. Auch der Bevölkerung mein Respekt für die große Hilfsbereitschaft in jeder Form.“

Eichin weiter: „Der menschengemachte Klimawandel ist bereits voll da. Dieser Brand ist ein weiteres Zeichen dafür. Niedrigste Wasserstände an Flüssen und Seen, wochenlange Dürre mit zahlreichen Hitzetoten, Futtermangel auf unseren Wiesen und die Waldbrände in ganz Europa – wir müssen endlich ins Handeln kommen, wenn wir das nicht jeden Sommer wieder oder sogar noch schlimmer erleben wollen.“ 

Doch die Bundesregierung bewege sich weiter in die falsche Richtung, so der GRÜNEN-Abgeordnete. „Statt den Klimaschutz mit erneuerbaren Energien voranzutreiben, setzt Ministerin Reiche noch immer auf fossile Brennstoffe. Von Agrarminister Rainer kommt nichts. Landwirte brauchen neben der Freigabe von Brachen als Futterreserve auf lange Sicht ein Bündel von Maßnahmen zum erhöhten Bodenschutz und zur Wasserspeicherung. Und für die Menschen, insbesondere in den Städten, benötigen wir dringend Hitzeschutzmaßnahmen.“

Eichins Appell: „Vor Ort brachte der Einsatz der Rettungskräfte schnell Erfolg, aber wenn sich Klimakatastrophen nicht weiter verschlimmern sollen, müssen wir auf allen Ebenen endlich handeln. In erster Linie ist hier der Bund gefordert.“

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